Mit dem Schiff die Seenplatte erkunden
MS Hamburg auf der Peene
Die MS „Hamburg“ war eine Staats- und Senatsbarkasse in Hamburg. Über die Schiffsplanken schritten einst königliche Gäste, Präsidenten und Staatsoberhäupter. Da weiß Kapitän Müller einiges zu berichten. Aber die „Hamburg“ ist eine Besonderheit nicht nur wegen ihrer „königlichen“ Vergangenheit, sondern auch wegen ihrer baulichen Anlagen. Auf dem Vorschiff (vor der Brücke) finden sich im Halbkreis 15 Plätze für Gespräche mit „Wind von vorn“. Es folgt ein kleiner Salon für 6 – 8 Personen, für die, die mal „unter sich“ schnacken möchten. Daran schließen sich der große Salon und am Heck eine „Außenterrasse“ an, die auch zum Tanz und für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. So bietet sie heute wie früher wettergeschützt den Gästen einen Rundblick. Schiffstouren auf der Peene vorbei an Biberburgen sind gern gebucht.
Wie der Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz berichtet, ist das Schiff wendig und seetauglich, auch wenn der Kummerower See mal Wellen schlägt. Der Kummerower See ist mit 33 km² der viertgrößte See in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Besonderheit ist die geringe Höhe des Seespiegels von nur 0,2 m über dem Meer. Bei bestimmten Wetterlagen, vor allem im Sommer, kann es von der Ostsee her zum Rückstau kommen, so dass sich die Fließrichtung der Peene, die vom See abließt, umkehrt.
Kutter “Hermann Schröder” auf dem Inselsee Güstrow
Der Kutter ist ein alter GST-Kutter (in der DDR Gesellschaft für Sport und Technik). Dieser fristete nach der Wende mehr oder weniger sein Dasein auf dem Plauer See. Er wurde 2009 durch den Verein „Wasser in Güstrow“ gekauft, saniert und kann heute für Rundfahrten gebucht werden.
Der geschäftstüchtige Hermann Schröder, Besitzer des Kurhauses in Güstrow, hatte bereits in den 20er Jahren die Initiative ergriffen und private Mittel eingesetzt, um den heutigen Inselseekanal für ein größeres Boot befahrbar zu machen und auf diesem Wege mehr Gäste anzulocken. An diese Tradition anknüpfend, hat es sich der Verein „Wasser in Güstrow“ zur Aufgabe gemacht, das Naherholungsziel Inselsee wieder attraktiver zu machen und zum touristischen Angebot auszubauen. Hermann Schröder zu ehren wurde der Kutter auf seinen Namen getauft.
Alter Herr mit junger Seele – Gruppenausflüge mit dem Segelkutter Kersten Miles auf dem Kummerower See
Nur mit Muskel- und Windkraft wird er bewegt, unser nostalgischer Segelkutter Kersten Miles. Und die Besatzung (Trainees) legt Hand an und erhält einen Einblick in die Kunst des Segelns. Der Kutter wird inkl. eines Segellehrers gechartert. Ein Segelevent auf dem Kutter eignet sich gut für Geburtstage, kleine Firmenausflüge etc. Auf Wunsch organisiert der Eigner gemeinsam mit dem Ferienland Salem Getränke, einen Sektempfang, oder andere Cateringleistungen. Zu dem bieten wir im Sommer Abendtörns mit einem erfahrenen Ranger des Naturparks Mecklenburgische Schweiz an. Mindestens 6 Trainees benötigen wir, um den Kutter in Fahrt zu bringen. Die Zahl der Mitsegler ist auf 10 begrenzt. Auch Segelkurse über mehrere Tage mit praktischer Ausbildung auf dem Kutter sind möglich. Die Ausbildungsinhalte richten sich dabei nach den Bedürfnissen der Gruppe und schließt mit dem Segelschein ab.
Weitere Informationen sind beim örtlichen Tourismusverband erhältlich.
Tourismusverband Mecklenburgische Schweiz e.V.
Am Bahnhof 4, 17139 Malchin
Telefon 0 39 94-29 97 83, Fax -29 97 88
E-Mail: info@mecklenburgische-schweiz.com, Foto: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz
Müritzmagazin Amare: Mediterraner Norden
Die Warener Hotelgemeinschaft, ein Verein, der Touristiker der Stadt Waren an der Müritz bündelt, stellte jüngst sein neuestes Projekt vor: Amare. Die Broschüre wird ab sofort auf Messen und vielen weiteren Veranstaltungen für die Stadt Waren und die gesamte Müritzregio werben.
Vorgestellt werden nicht nur die Gastgeber, sondern vor allem Ausflugsmöglichkeiten, Freizeitangebote und Tipps für einen Urlaub in der Region rund um die Müritz. Amare listet auch die gastronomischen Höhepunkte der Müritzregion auf, die Sie nicht verpassen sollten. Dies sind die Themen der aktuellen Ausgabe:
- Willkommen im Paradies
- Waren Sie schon in Waren?
- Tausend Seen und ein Meer
- Hinein in die grüne Märchenwelt
- Bikeparadies für Naturliebhaber
- Frische und Reinheit tanken
- Kein Platz für Langeweile
- Liebenswerte Gastgeber
- Köstlichkeiten mmhh…
Hier können Sie das Magazin Amare online lesen.
Als Highlight der Müritz-Region darf natürlich der Müritz Nationalpark nicht fehlen. Hierzu heißt es in Amare: “Als hätte Mutter Natur den Pinsel großzügig in einen Topf mit Farben getaucht und den Müritz Nationalpark anschließend erschaffen. Dichte Wälder, glitzernde Seen und Moore bilden ein atemberaubende Kulisse. Der Nationalpark ist das Revier zweier Adlerarten: Fischadler und Seeadler. Beobachtungspunkte finden Sie in Boek und Zinow.”
Perspektiven des Tourismus in der Müritzregion
Die touristische Zunkunft einer Natur- und Kulturlandschaft
Innerhalb der Diskussionsreihe Politik im Dialog luden Rudolf Borchert (Landtagsabgeordneter Mecklenburg-Vorpommern) und die Friedrich-Ebert-Stiftung zum Tourismusforum in Waren (Müritz). Unter der Überschrift „Wachstum ohne Ende?“ wurden mit Touristikern, Politikern und unterschiedlichsten Interessenvertretern die Perspektiven des Tourismus in der Müritzregion und der Mecklenburgischen Seenplatte diskutiert.
Eingangs wurde als These die Vision des Tourismus im Jahr 2030 im Land der 1000 Seen von Rudolf Borchert (SPD) vorgestellt: „Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Müritzregion hat gegenüber den traditionellen Urlaubsregionen Ostseeküste und Bayern gewaltig aufgeholt und ist für Naturliebhaber die Nr. 1 geworden. Die Hamburger und Berliner genießen ihren ‚Garten der Metropolen’. Der Anteil der ausländischen Touristen beträgt über 10%. Sie kommen zu uns, um die einzigartige Natur und Kulturlandschaft mitten im Herzen Europas kennenzulernen. Aufgrund des Klimawandels sind die Sommer durchschnittlich 2°C wärmer als 1930. Die Müritzregion ist die erste CO2-neutrale Tourismusregion Deutschlands. Auf der Müritz fahren nur noch Wasserstoff-, Elektro- und Solarbetriebene Boote. Die Konzentration auf einen Qualitätstourismus hat zu steigenden Löhnen und damit zu einem sozial gesicherten und auskömmlichen Leben der in der Branche Beschäftigten geführt.“
Christoph Kaufmann, Dezernent für Raumplanung, legte die touristische Ausgangslage mit den wesentlichen Fakten, Problemen, Chancen und Herausforderungen dar. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde vor allem deutlich:
- der Tourismus in der Müritzregion kann auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken
- Qualität muß künftig noch wesentlich mehr vor Quantität weiterentwickelt werden
- Ziel könnte es sein, DIE Wasserdestination Deutschlands zu werden; insbesondere die Kulturlandschaft um die vielen Seen bietet Abwechslung und Vielfalt, die ihresgleichen sucht
Für eine positive Weiterentwicklung der Tourismusbranche in der Mecklenburger Seenplatte ist eine klare Ausrichtung des Marketings an den Stärken der Region notwendig. Hierfür müssen künftig Marke und Zielgruppen noch besser bearbeitet, vertikale/horizontale Tourismuspolitik besser vernetzt und die wichtigen Rahmenbedingungen (beispielsweise Klimawandel, Demographie, etc.) noch intensiver eingearbeitet werden. Dann stehen die Chancen gut, daß sich die Müritzregion in eine beliebte touristische Natur- und Wasserregion entwickelt, in der vor allem Wassersport, Radfahren, Wandern, Reiten und Camping eine wichtige Rolle in Verbindung mit dem Wasserreichtum der Landschaft spielen. Das Thema Kulturlandschaft könnte bezüglich der vielen Schlösser und Gutshäuser künftig auch noch bedeutender werden.



