Archiv für nationalpark

Gemeinsam für die Touristen in der Flußlandschaft

Netzwerk Abenteuer Flusslandschaft im Tollense- und Landgrabental  in den Startlöcher

Fluss

Tollense bei Klempenow

Am vergangenen Freitag, dem 16.9. trafen sich auf der Burg Klempenow Anbieter touristischer Dienstleistungen aus der Region um Tollense und Landgraben, um sich über den Fortgang des Anfang des Jahres begonnenen SEM-Projekts „Aufbau eines Destinationsmanagements – regionale Vernetzung touristischer Dienstleistungen in der Flusslandschaft Tollensetal und Landgrabentäler“ zu informieren. Das Netzwerk Abenteuer Flusslandschaft an Peene, Trebel, Tollense und Landgraben agiert unter dem Dach und entsprechend den Grundsätzen des Unternehmerverbandes MiLaN – Mit Lust an Natur.

Wie Eva Thiele und Norbert Valtin vom Verein Kultur-Transit-96 e.V. berichten, sind sie mit der Durchführung des Projektes beauftragt und informierten über den Arbeitsstand und die aktuellen touristischen Angebote. Das Spektrum reicht derzeit von Kurzzeitangeboten über Wochenend-Paddel- und Radreisen bis hin zu mehrtägigen thematischen Reisen z.B. Auf den Spuren „Fritz Reuters“ oder der Malerin „Ilse von Heyden-Linden“.

Burg

Turm der Burg Klempenow - Kleinod in der Flusslandschaft

Die Reisen werden dem Gast als Komplett-Pakete angeboten inklusive aller Leistungen von z.B. der Übernachtung bis zum Lunchpaket.  Alle Radreisen sind sowohl mit eigenen als auch mit Leihrädern zu buchen, wobei auch E-Bikes aus dem Movelo-Netzwerk angeboten werden. Für die Buchungen ist für die Anfangszeit die Zusammenarbeit mit der Zentrale des Netzwerkes Abenteuer Flusslandschaft in Anklam vereinbart, die auch vorerst als Reiseveranstalter auftritt. Die Planung der Reisen und die Betreuung der Gäste wird aber von der Burg aus organisiert werden.

Kurzfristiges Ziel ist es, eine eigenständige Buchungszentrale auf der Burg Klempenow zu etablieren, die selbst als Reiseveranstalter auftritt. Mit einer kleinen Broschüre zu den Angeboten, einem eigenen Internetauftritt und der Unterstützung durch die Homepage des Netzwerks Abenteuer Flusslandschaft wird die Werbung in diesem Herbst auf der Messe Boot & Fun in Berlin an den Start gehen, weitere Messebeteiligungen werden folgen. Die ersten Gäste werden dann ab Mai 2012 an der Tollense erwartet.

Kontakt und weitere Information
Kultur-Transit-96 e.V.
Burg Klempenow
17089 Breest
Telefon: 03965-211 331
E-Mail: presse@burg-klempenow.de
Internet: www.burg-klempenow.de

Fotos: Thomas Kohler@Flickr  CC-Lizenz

Müritzmagazin Amare: Mediterraner Norden

Gastgeberverzeichnis

Amare - Mediterraner Norden

Die Warener Hotelgemeinschaft, ein Verein, der Touristiker der Stadt Waren an der Müritz bündelt, stellte jüngst sein neuestes Projekt vor: Amare. Die Broschüre wird ab sofort auf Messen und vielen weiteren Veranstaltungen für die Stadt Waren und die gesamte Müritzregio werben.

Vorgestellt werden nicht nur die Gastgeber, sondern vor allem Ausflugsmöglichkeiten, Freizeitangebote und Tipps für einen Urlaub in der Region rund um die Müritz. Amare listet auch die gastronomischen Höhepunkte der Müritzregion auf, die Sie nicht verpassen sollten. Dies sind die Themen der aktuellen Ausgabe:

  • Willkommen im Paradies
  • Waren Sie schon in Waren?
  • Tausend Seen und ein Meer
  • Hinein in die grüne Märchenwelt
  • Bikeparadies für Naturliebhaber
  • Frische und Reinheit tanken
  • Kein Platz für Langeweile
  • Liebenswerte Gastgeber
  • Köstlichkeiten mmhh…

Hier können Sie das Magazin Amare online lesen.

Als Highlight der Müritz-Region darf natürlich der Müritz Nationalpark nicht fehlen. Hierzu heißt es in Amare: “Als hätte Mutter Natur den Pinsel großzügig in einen Topf mit Farben getaucht und den Müritz Nationalpark anschließend erschaffen. Dichte Wälder, glitzernde Seen und Moore bilden ein atemberaubende Kulisse. Der Nationalpark ist das Revier zweier Adlerarten: Fischadler und Seeadler. Beobachtungspunkte finden Sie in Boek und Zinow.”

Perspektiven des Tourismus in der Müritzregion

Müritz

Idylle Mecklenburgische Seenplatte

Die touristische Zunkunft einer Natur- und Kulturlandschaft

Innerhalb der Diskussionsreihe Politik im Dialog luden Rudolf Borchert (Landtagsabgeordneter Mecklenburg-Vorpommern) und die Friedrich-Ebert-Stiftung zum Tourismusforum in Waren (Müritz). Unter der Überschrift „Wachstum ohne Ende?“ wurden mit Touristikern, Politikern und unterschiedlichsten Interessenvertretern die Perspektiven des Tourismus in der Müritzregion und der Mecklenburgischen Seenplatte diskutiert.

Eingangs wurde als These die Vision des Tourismus im Jahr 2030 im Land der 1000 Seen von Rudolf Borchert (SPD) vorgestellt: „Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig. Die Müritzregion hat gegenüber den traditionellen Urlaubsregionen Ostseeküste und Bayern gewaltig aufgeholt und ist für Naturliebhaber die Nr. 1 geworden. Die Hamburger und Berliner genießen ihren ‚Garten der Metropolen’. Der Anteil der ausländischen Touristen beträgt über 10%. Sie kommen zu uns, um die einzigartige Natur und Kulturlandschaft mitten im Herzen Europas kennenzulernen. Aufgrund des Klimawandels sind die Sommer durchschnittlich 2°C wärmer als 1930. Die Müritzregion ist die erste CO2-neutrale Tourismusregion Deutschlands. Auf der Müritz fahren nur noch Wasserstoff-, Elektro- und Solarbetriebene Boote. Die Konzentration auf einen Qualitätstourismus hat zu steigenden Löhnen und damit zu einem sozial gesicherten und auskömmlichen Leben der in der Branche Beschäftigten geführt.“

unberührte Natur

Naturlandschaft

Christoph Kaufmann, Dezernent für Raumplanung, legte die touristische Ausgangslage mit den wesentlichen Fakten, Problemen, Chancen und Herausforderungen dar. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde vor allem deutlich:

  • der Tourismus in der Müritzregion kann auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken
  • Qualität muß künftig noch wesentlich mehr vor Quantität weiterentwickelt werden
  • Ziel könnte es sein, DIE Wasserdestination Deutschlands zu werden; insbesondere die Kulturlandschaft um die vielen Seen bietet Abwechslung und Vielfalt, die ihresgleichen sucht

Für eine positive Weiterentwicklung der Tourismusbranche in der Mecklenburger Seenplatte ist eine klare Ausrichtung des Marketings an den Stärken der Region notwendig. Hierfür müssen künftig Marke und Zielgruppen noch besser bearbeitet, vertikale/horizontale Tourismuspolitik besser vernetzt und die wichtigen Rahmenbedingungen (beispielsweise Klimawandel, Demographie, etc.) noch intensiver eingearbeitet werden. Dann stehen die Chancen gut, daß sich die Müritzregion in eine beliebte touristische Natur- und Wasserregion entwickelt, in der vor allem Wassersport, Radfahren, Wandern, Reiten und Camping eine wichtige Rolle in Verbindung mit dem Wasserreichtum der Landschaft spielen. Das Thema Kulturlandschaft könnte bezüglich der vielen Schlösser und Gutshäuser künftig auch noch bedeutender werden.

Fotos: Thomas Kohler@Flickr CC-Lizenz